Tipps beim Autokauf

Stand: 03.04.2008
 

Der erste Eindruck

Der Termin, Ort und Modalitäten für eine Besichtigung sind mit dem Verkäufer geklärt (siehe Grundlagen). Jetzt geht es ans "Eingemachte"!! Prüfen Sie das Fahrzeug, notieren Sie sich alle "Mängel" und notieren Sie auch mündliche Zusagen des Verkäufers, um diese später im Kaufvertrag schriftlich festzuhalten und zu fixieren.

Die Karosserie:

Zunächst überprüfen Sie das Fahrzeug von aussen auf eventuelle Korrosion (Rostschäden). Manches ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen und daher sind gute Lichtverhältnisse wichtig. Eine mitgebrachte Taschenlampe kann jetzt oder später (Unterseite des Kfz) gute Dienste leisten. Achten Sie auf Farbunterschiede, Lackspritzer oder Lackreste an Fenster- und Türengummis, Stoßstangen usw.

Die Beleuchtung:

Die Funktionsfähigkeit der Beleuchtung wird später erklärt (Innenraum). Hier geht es nur darum festzustellen, ob die Reflektoren weder angerostet noch angelaufen sind (dieses würde auf Feuchtigkeit und undichte Gummis schließen). Außerdem sollten die Scheinwerfer nicht von innen beschlagen sein.

Die Scheiben:

Als nächstes prüfen Sie die Scheiben (Windschutzscheibe, Heckscheibe und Seitenfenster) auf Risse und Sprünge (Spinnennetz-Effekt). Schäden werden eventuell vom TÜV beanstandet bzw. können Ihre Sicht bei Nacht beeinträchtigen. Überprüfen Sie auch gleich, ob die Dichtungen porös sind. Weitere Hinweise unter "Die Türen".

Die Türen:

Hier kommen wir zu den beweglichen Teilen des Fahrzeugs. Türen, Heck-oder Kofferraumklappe und Motorhaube gehören ebenfalls zu den rostanfälligen Teilen. Überprüfen Sie diese daher unter den gleichen Aspekten wie bei der Karosserie. Außerdem sollten diese Teile gut schließen. Prüfen Sie auch hier, ob die Dichtungsgummis eventuell porös sind. Darüber hinaus können ungleichmäßige Fugen zwischen den Teilen auf einen eventuellen Unfall hinweisen (verzogen). Heben Sie im Kofferraum auch den Teppichboden an und überprüfen den Innenraum darunter (Reserverad). Aus eigener Erfahrung bei einer Autobesichtigung ist mir bekannt, daß es dort zu Wasseransammlungen kommen kann.

Tipp: Wenn Sie unsicher sind, schlagen Sie dem Verkäufer eine Fahrt durch die Waschanlage (auf Ihre!!! Kosten) vor, um danach undichte Stellen zu erkunden. Diese Kosten liegen mit Sicherheit weit unter den Kosten für spätere, eigene Reparaturen.

Die Reifen:

Im Gegensatz zu einem abgelaufenen Paar Schuhen hängt vom Zustand der Reifen Ihre persönliche Sicherheit ab. Ein geplatzter Reifen während der Fahrt ist wohl etwas, worauf jeder Autofahrer verzichten kann.
Prüfen Sie darum als erstes, ob die Reifen (auch der Ersatzreifen und eventuelle Zusatzreifen) Risse im Gummi oder Gewebe aufweisen. Dann prüfen Sie die Profiltiefe. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 mm. Wenn die Profiltiefe nur knapp über diesem Mindestmass liegt, sind in nächster Zeit neue Reifen fällig. Das sollten Sie beim Kaufpreis berücksichtigen. Prüfen Sie nicht nur an einer Stelle des einzelnen Reifens, sondern an mehreren, denn ungleichmäßig abgefahrene Reifen lassen auf eine Unwucht oder eine verzogene Spur deuten.
Danach prüfen Sie die Reifengröße (seitlich im Gummi hervorgehoben) und vergleichen diese mit den Angaben im Fahrzeugschein. Sollten diese Angaben abweichen, muß generell eine gesonderte Betriebserlaubnis dafür (vom TÜV) vorhanden sein.

Der Verkäufer:

Verschaffen Sie sich bei Ihren "Untersuchungen" auch einen Eindruck des Verkäufers. Wirkt er bei Fragen auf Sie ausweichend, hektisch, genervt oder gelassen? Beantwortet er Ihre Fragen zufriedenstellend? Versucht er Sie zu drängen?

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